Verzerren romantische Filme die Erwartungen an eine Beziehung im richtigen Leben?
Filme

Verzerren romantische Filme die Erwartungen an eine Beziehung im richtigen Leben?

Besteht die Gefahr, Wunsch und Wirklichkeit zu verwechseln, wenn man einen dieser wunderbaren, romantischen Filme ansieht, in denen alle Menschen alles richtigmachen und glücklich sind?

Romantische Filme tun der Seele gut, trösten uns über den manchmal bitteren, Problem beladenen Alltag hinweg. Sie zeigen uns auf, wie unser Leben sein sollte, könnte, wie wir es vielleicht erträumen – und doch nicht haben. Wir sehnen uns nach einem liebevollen Partner, der uns anhimmelt, unsere Wünsche von den Augen abliest und über unsere Schwächen hinwegsieht. Wir träumen von einem Partner, der uns verwöhnt und versteht. Ach wie schön wäre es, mit einem perfekten Partner in absolutem Einklang in einem friedlichen Umfeld zu leben!

In der Filmwelt wird der Alltag beschönigt und nur selektiv widergegeben. Besonders in romantischen Filmen werden die schwierigen Aspekte des Alltages ausgeblendet. Finanzprobleme, Probleme am Arbeitsplatz, schlechte Laune, unliebsame Verwandte, Krankheiten, unterschiedliche Vorstellungen über Erziehung, Wohnen, Ferien und eben den gesamten Alltag kommen nur isoliert vor. Das ist ja das Schöne an diesen Filmen, die meist auch noch mit einem Happyend zu Ende gehen.

Mit der Wirklichkeit haben sie aber wenig zu tun. Das ist auch gut so.

Hingegen kann uns die Filmwelt inspirieren und motivieren, unser eigenes Leben romantischer und friedlicher zu gestalten. Damit schaffen wir zwar nicht alle Probleme aus unserem Leben, aber wir müssen es uns ja nicht schwieriger machen, als es schon ist.

Die Perspektive wechseln

Schauen wir unser Leben doch mal von einer anderen Seite an, vielleicht aus Sicht unseres Nachbarn. Was haben wir, was können wir – was der andere nicht hat und nicht kann? Was machen wir besonders gut? Statt das Negative, mal das Positive sehen und ins Zentrum der Betrachtung stellen.

Genauso dürfen wir es mit unserem Partner tun. Was tut er/sie mir zulieb? Was mag ich an ihm/ihr? Was kann ich tun, um ihm/ihr zu zeigen, dass ich ihn/sie noch immer mag? Wie kann ich ihm/ihr meine Dankbarkeit beweisen für die vielen Kleinigkeiten, die er/sie tagtäglich für mich tut? Hilfreich ist auch, den Ärger mal runterzuschlucken und erst ein paar Tage später anzusprechen.

Ich möchte einen romantischen Abend mit meinem Partner verbringen. Das geht natürlich nicht auf Knopfdruck wie im Film, wo alles perfekt passt. Im wirklichen Leben muss ich mich vorbereiten; nur hübsch anziehen oder ein teures Restaurant besuchen reicht nicht aus. Es sind Worte und Gesten, es braucht Verständnis und ein offenes Ohr für die Anliegen meines Partners. Es braucht etwas Einfallsreichtum. Das ist Arbeit – lohnt sich aber.

Wir können unsere Alltagsprobleme vielleicht nicht aus der Welt schaffen, aber wir können damit anders umgehen – und unseren Alltag ein bisschen liebevoller und hübscher gestalten. Mit uns selbst und mit und für unseren Partner.

Dann wird unsere Beziehung fast schon so schön, wie im Film.…

Fünf Filme mit außergewöhnlicher Musik
Filme

Fünf Filme mit außergewöhnlicher Musik

Ist es die Handlung, welche einen Film zu einem guten Film macht? Sind es die Schauspieler? Ist es das Tempo oder der Schnitt? Oder ist es die Musik? Das variiert wohl von Film zu Film und der Kinoliebhaber mag seine persönlichen Vorlieben haben. Wir stellen Ihnen hier fünf Filme vor, bei denen die Musik eine große Rolle spielt.

 „Spiel mir das Lied vom Tod“ von Sergio Leone

Unvergesslich bleibt jedem Zuschauer die Szene des Duells, am Mittag, in der glühenden Hitze – während der es keinerlei Musik zu hören gibt, sondern nur Geräusche. Ebenso unvergesslich ist die Melodie des unbekannten Mundharmonikaspielers. Enrico Morricone hat die Musik schon vor den Dreharbeiten zu diesem Italo-Western komponiert. Ungewöhnlich für damals: klassische Musik für einen Italo-Western, jeder Darsteller erhielt seine eigene Melodie und der Rhythmus erzeugt eine fast unerträgliche Spannung.

„Timbuktu“ von Abderrahmane Sissako

Umwerfende Landschaftsaufnahmen aus der Sahara, eine dramatische Handlung und einfühlsame Musik prägen diesen Film. Er zeigt, wie die irrwitzigen Forderungen von Islamisten für die Bewohner eines Dorfes tödlich enden, an die sich die Islamisten selbst aber nicht halten. Aus der warmen Stimme Fatoumata Diawaras erklingt Lebensfreude, die jäh durch Schüsse unterbrochen wird. Das Ausnahmetalent Amine Bouhafa hat zu den wunderschönen Bildern eine ebensolche Musik komponiert.

„Das Piano“ von Jane Campion

Verkauft an einen im fernen Neuseeland lebenden Mann, den sie nie gesehen hat, findet die stumme Witwe Ada McGrath Trost beim Klavierspiel. Ihr Angetrauter hat dafür kein Verständnis, dessen Freund und Nachbar umso mehr. Eine Tatsache, die er für sich nützt. Die Schauspielerin Holly Hunter hat fast alle Klavierpassagen selbst gespielt. Die Original-Filmmusik wurde von Michael Nyman komponiert und mit dem Münchner Philharmonie Orchester eingespielt. Die hinreissenden Klaviersequenzen sind auch ohne laufende Bilder ein Genuss.

„Philadelphia“ von Ron Nyswaner

Mit diesem Film wagte sich das große Hollywood erstmals an das Thema AIDS. Dem jungen Anwalt Andrew Beckett (Tom Hanks) wird ein wichtiges Dossier übergeben – doch bald schon werden Zeichen seiner Krankheit sichtlich und er wird gefeuert. Sein Kampf gegen die Krankheit und gegen die willkürliche Kündigung bilden den Plot. Großartig das Lied „Streets of Philadelphia“ von Bruce Springsteen; er war dafür ausdrücklich angefragt worden, um das Thema einem weiteren Publikum näher zu bringen. Das Blut in den Adern gefriert dem Zuhörer, wenn Maria Callas „La mamma morta“ singt und der schwer kranke Andrew Beckett ihre Worte übersetzt.

„Jenseits von Afrika“ von Sydney Pollack

Die dänische Schriftstellerin Karen Blixen erzählt von ihrem bewegten Leben in Afrika, wo sie Kaffee-Plantagenbesitzerin wider Willen wurde und Hab und Gut verlor. Der Film hält sich nicht exakt an die wahren Gegebenheiten. Die in weiten Teilen klassische Musik von John Barry unterstreicht die Handlung des Filmes aus Abenteuer, Romantik und Drama Anfang des letzten Jahrhunderts. Dazu passen die afrikanischen Melodien und Mozarts Clarinet Concerto perfekt.…

Filme, die man sich unbedingt vor einer Reise anschauen sollte
Filme

Filme, die man sich unbedingt vor einer Reise anschauen sollte

Anfang des Jahres ist fast jeder damit beschäftigt, sich sein Jahr so erträglich wie möglich zu gestalten. Man legt seine Ferien fest, beginnt zu planen, wohin man reisen möchte. Eine sehr kreative Zeit, voller Vorfreude, Spannung, was man denn dieses Mal wohl erleben und sehen würde.

Wie bereitet man sich denn auf eine solche Reise vor? Zum Beispiel mit der Lektüre eines Reiseführers, oder eines Berichts einer Person, welche längere Zeit in der Destination gelebt hat. Oder man besucht eine Dia-Präsentation, die es manchmal in grösseren Städten gibt. Auch findet man viele Dokumentationen über Länder, Menschen, Kulturen.

Oft ist es während der Reiseplanung noch relativ unangenehmes Wetter in unseren Breitengraden. Was gibt es dann Schöneres, als sich zu Hause vor dem Fernseher gemütlich einzurichten und mit Knabberzeugs multimedial das Reiseziel zu erkunden.

Abgesehen von zahllosen Dokumentationen, gibt es aber auch viele Spielfilme, welche sich mit Reisen beschäftigen und einige wollen wir uns heute genauer ansehen:

Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Weniger ein Destinationsfilm, als vielmehr ein Film, der richtig Lust aufs Reisen macht. Das Wasser läuft einem Munde zusammen. Ein wunderschöner Film mit starken Bildern, der Zuschauer wird nach Island gebracht, nach Grönland und durch den Himalaya.

The Beach

Der Abenteuerfilm ist sicherlich der Ferienfilm schlechthin: Grosszügige thailändische Strände, blaues Wasser, Sonnenschein. Trotz der eher dramatischen Handlung ist der Zuschauer fasziniert von der schönen Umgebung und die Insel in Thailand hat einen Boom erlebt, nachdem der Film gezeigt wurde. So ist es denn auch nicht ratsam in die Maya Bay zu fahren, denn dies tut jeder Tourist der sich im Umkreis der Bucht befindet.

Nachtzug nach Lissabon

Pascal Mercier hat einen wunderschönen Roman geschrieben, den ich jeder Leseratte ans Herz legen kann. Verfilmt wurde das Buch 2013 mit Jeremy Irons. Wer die Romantik alter Nachtzüge erleben möchte und das Geheimnisvolle, das sie umgibt, sollte diesen Film unbedingt anschauen. Daneben sieht man auch einige schöne Einstellungen von Bern und von Lissabon. Material, um die Lust auf einen Städtetrip zu steigern ist also vorhanden.

Spuren

Ein Film, der für mich gar nicht bekannt war, ist «Spuren»: Ein typischer Abenteuerfilm, in dem die Protagonistin quer durch Australien wandern will. Der Trip ist nicht nur bildgewaltig, sondern gibt viel von der Seele der realen Robyn Davidson preis. Für Australienfans sind natürlich viele Einstellungen des Outbacks und so weiter der wahre Grund, den Film zu schauen.

Lost in Translation

Ein bekannterer Film, der auch kein Naturparadies im Zentrum hat, sondern die kulturellen Unterschiede zwischen dem Westen, oder sagen wir den USA und dem fernen Osten. Bill Murray muss für einen Werbespot nach Tokyo reisen. Dies passt ihm aber gar nicht in den Kram, denn er liebt die Zurückgezogenheit. Angekommen in der Millionenmetropole stellt er fest, wie freundlich die Japaner sind und wie gut man sich mit ihnen verständigen kann, trotz der schlechten Englischkenntnisse der meisten Japaner, was ich übrigens auch aus persönlicher Erfahrung bestätigen kann, auch die Lebensfreudigkeit und die pulsierende Metropole an sich sind einen Besuch wert.

The Best Exotic Marigold Hotel

Auch ein Film, der eher die kulturellen Unterschiede aufzeigt und sehr schön mit Klischees zu spielen vermag: Mehrere britische Rentner machen sich auf nach Indien, nachdem sie eine Anzeige für Ferien in Jaipur gesehen haben, alle haben eigene Gründe, warum sie denn in Indien sind. Sei es wegen einer lang vergangenen Liebe, weil das Familienvermögen verzockt wurde oder, weil man eine billige Hüftoperation benötigt. Ein sehr unterhaltsamer, farbiger Film, der das Leben in allen Nuancen aufzeigt.

Wild Wild

Fernwanderwege kommen in Filmen häufig vor, weil sie sehr schön die Veränderung oder gar die Katharsis eines Charakters darstellen: Man läuft sich typischerweise das Problem von der Seele. Man findet zu sich, man hat, stimuliert durch die Einsamkeit einer solchen Wanderung, Zeit und Musse sich mit sich selbst zu beschäftigen.…